Berichte aus der Fuldaer Zeitung und Osthessennews


Artikel in Osthessennews zur Jahresquerschnittausstellung CHAOS (zum Artikel)

 



 

 

Der neue erweiterte Vorstand (von links): Thomas Anders, Rudolf Benz, Britta Jakobi, Erste Vorsitzende Anna-Elisabeth Härtel-Geise, Sonja Garcia Burgos, Zweite Vorsitzende Hannah Wölfel sowie Martina Fuchs. Es fehlen Dritter Vorsitzender Leonhard Grötsch, Mona Löffler, Jochen Burk, Klaus Ebert und Alexander von Pazatka. - Fotos: Matthias Witzel

 

FULDA Erweiterter Vorstand vorgestellt

 

Kündigung bis Januar 2018: Kunstverein sucht neue Räume

 

31.05.17 - Zu einer lässigen Pressekonferenz mit Gummibärchen, Keksen und Möhren hat der Kunstverein Fulda am Dienstagnachmittag eingeladen. Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Vorstellung des neuen – erstmals erweiterten – Vorstands. Auch nutzte man die Gunst der Stunde, um einen Aufruf an die Öffentlichkeit zu starten. Denn die Galerie in der Kanalstraße 52 wird zum 31. Januar 2018 gekündigt. „Und ohne neue Räumlichkeiten gibt es auch keinen Kunstverein mehr“, sagte die neue Vorsitzende Anna-Elisabeth Härtel-Geise.

 

Der Kunstverein begreift die Kündigung als Chance: „Wir sind hier am Gemüsemarkt zwar superzentral, aber so im Hinterhaus zwischen den beiden Läden auch ziemlich versteckt. Bis man uns hier findet, das dauert.“ Man habe mit Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, dem Schirmherren des Vereins, bereits Kontakt aufgenommen und hoffe, dass die Stadt helfen kann. „Vielleicht gibt es ja freie städtische Räumlichkeiten, oder die Stadt kann Kontakte herstellen.“ Auch der Hilfe von Privatleuten steht der Kunstverein äußerst offen gegenüber. „Vielleicht finden wir ja einen ähnlich guten Zuspruch wie am vergangenen Samstag, als OSTHESSEN|NEWS um Aktmodelle für unseren Verein geworben hat. Neun Leute jeglicher Couleur haben sich auf den Aufruf gemeldet, und vier davon haben wir schon fest gebucht. Das ist sensationell.“

 

Was die neuen Räumlichkeiten angeht: „Wir stellen keine wahnsinnigen Ansprüche. Zentral wäre toll, aber auch eine gute Bleibe am Stadtrand ist denkbar. Ein großer Raum wäre wichtig – allein schon wegen unserer Gemeinschaftsaustellungen oder musikalischen Einlagen im Rahmen von Vernissagen.“ Wünschenswert wären insgesamt 100 bis 150 Quadratmeter Fläche, darunter sollte es nicht sein.

 

Der Kunstverein wies auf die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Stadt im Allgemeinen und die Arbeit des Vereins im Speziellen hin. „Kunst ist ein Medium der Begegnung und dient einer Stadt als Zugpferd. Wir machen fünf bis sechs Ausstellungen im Jahr, veranstalten Vorträge und Kurse, kooperieren mit anderen Kunstvereinen und Schulen. Zurzeit gibt es auch eine Zusammenarbeit mit Fuldas Partnerstadt Sergijew Possad, die im Vonderaumuseum ausstellt.“

 

Dass der Vorstand erstmals erweitert wurde, habe eine lapidare Erklärung: „Wir haben 60 Vereinsmitglieder, und da macht es Sinn, die besonderen Fähigkeiten der einzelnen zu nutzen, bevor sich die drei Vorsitzenden abstrampeln“, so Vorsitzende Anna-Elisabeth Härtel-Geise. „Außerdem mögen wir uns alle und helfen gerne mit.“ –. (Matthias Witzel Osthessennews)